Wir leben heute in einer Zeit starken permanenten Wandels – in der Arbeitswelt, den Kommunikationsprozessen und sozialen Beziehungen. Alte Sichtweisen, Normen und Orientierungen werden in Frage gestellt. Neues ist im Werden, doch nicht stabil, und kann den Menschen keine Sicherheit geben.
So haben die Beschäftigten in ihrer Arbeit und ihrem Leben mit vielfältigen Verunsicherungen und offenen Fragen zu tun, die es zu bewältigen gilt. Außerdem ist die Wissenschaft als Arbeitsfeld grundsätzlich voller Unsicherheitserfahrungen – sei es in komplexen Forschungsprozessen oder in riskanten Karrierewegen.
Um in der wissenschaftlichen Zusammenarbeit den Menschen Vertrauen, Sicherheit und Orientierung zu geben, braucht es heutzutage vor allem Führungspersonen, die ihren Mitarbeiterinnen helfen, Orientierung und Stabilität in sich selbst und in verläßlichen Arbeitsbeziehungen zu finden. Gesunde Führung hat die Mitarbeitenden mit ihrer mentalen, emotionalen, körperlichen und seelischen Stabilität und Gesundheit und ihrer persönlichen Zufriedenheit auf förderliche Weise im Blick – und zwar im Sinne einer Stärkung der individuellen Eigenständigkeit aller Mitarbeitenden, eines Self-Empowerment.
Starke Mitarbeiterinnen erschaffen eine starke Teamleistung und bringen innovative Wissenschaft im Ringen der Positionen voran. Hierfür braucht es starke Führungspersonen, die menschlich nahbar und verlässlich sind, die keine Angst vor produktivem Widerspruch haben, und von denen sich die Mitarbeiter als Menschen individuell gesehen, gemeint und gefördert fühlen.
Gesunde Führung erkennt mit systemischem Blick für das große Ganze, wie persönliches Wohlbefinden (well-being) und Wachstum der Mitarbeitenden ihre kontinuierliche Produktivität und Schaffensfreude befördern. Gesunde Führung achtet den grundlegenden Wert jedes Menschen – als Individuum und für das Ganze. Sie gibt Aufmerksamkeit, Empathie und Wertschätzung. Sie schafft produktive Freiräume für Mitarbeiter*innen, in denen sie ihre Ideen und ihr ganzes Potenzial mit Kreativität und Gestaltungskraft entfalten können.
Diese neue Art von Führung und Zusammenarbeit funktioniert nur mit einer offenen, wahrhaftigen Kommunikation auf Augenhöhe, die Vertrauen im Miteinander schafft.
Gesunde Führung fördert mit Blick fürs große Ganze durch ein aktives Gesundheitsmanagement und eine Work Life-Balance aller Beteiligten die innere Widerstandskraft (Resilienz), das psychische Wohlbefinden (Mental Health) und die langfristige Zufriedenheit aller Mitarbeitenden in herausfordernden Zeiten und Umwelten.
Inhalte des Workshops:
- bewusste Selbstführung und Selbstfürsorge als zentraler Gelingensfaktor für gesunde Führung und persönliches Wohlbefinden (Mental Health) bei Vielfachbelastungen
- Wertschätzung, Selbstwirksamkeit und Empathie als Schlüsselfaktoren gelingender kollegialer Führung und Kooperation in der wissenschaftlichen Arbeit
- Offene Wissens- und Lernkultur kooperativ gestalten – Beziehungsqualität und freie Gestaltungsräume als Gelingensfaktoren gemeinsamer Produktivität
- Authentische (Selbst-)Führung mit Werten: Inspirierendes Vorbild sein (Fach- und Beziehungskompetenz, Wissens- und Fehlerlernkultur, Mental Health, Self-Empowerment)
- Wachstumsorientiertes Mindset und positive Haltungen für die Teamführung und Mitarbeiterentwicklung
- Bewältigung von Stress- und Belastungssituationen durch Grounding/Selbstzentrierung
- Praktische Tools/Strategien zur Förderung von Resilienz/Mental Health, nachhaltiger Motivation und fokussierter Deep Work in fordernden Arbeitsumwelten
- Wege zu persönlicher Präsenz und Charisma in der Trias Körper – Energie – Wissen
- innere Stärke, Klarheit und Flexibilität (Standing) für komplexe fordernde Führungssituationen entwickeln
- authentischer Selbstausdruck für vertrauensbildende Kommunikation auf Augenhöhe
- Sensibilisierung für persönliches Ressourcen- und Energiemanagement und das der Mitarbeiter*innen
Veranstaltungsformat
Für diesen Workshop empfehle ich für den kollegialen Wissensaustausch, die Persönlichkeitsentwicklung und die konkrete Vernetzung der wissenschaftlichen Führungspersonen eine Präsenzveranstaltung (gerne mit Online-Follow up zur Begleitung der Umsetzungsprozesse der Teilnehmenden und vertiefenden Folgeveranstaltungen (in Präsenz) für die Etablierung einer neuen Führungskultur).
Dozent/Leitung
Dr. Matthias Rudlof, Dipl.-Psychologe, Systemischer Coach (SG) & Organisationsberater sowie Coach für AMW-Therapie® gibt mit einem ganzheitlichen menschenorientierten Ansatz Workshops, Einzel- und Gruppencoachings (Präsenz- und Online-Formate, dt. und engl.) für Hochschulen, Forschungs- und Bildungsorganisationen: Schwerpunktthemen: Self-Empowerment & Produktivität in der Wissenschaft (Forschung & Lehre), Selbstführung und positive Kooperationskultur in der Lehre, Mental Health/Resilienz für Forschende, Lehrende und Studierende, Kommunikation produktiv gestalten zwischen kreativer Kooperation und Konflikt.